Kriterien

für Welpenkäufer

Wir fühlen uns als verantwortungsvolle Züchter und „Hundeeltern“.

Daher bitte ich um Verständnis, daß wir die Welpen unserer beiden Hunde – sozusagen unsere „Enkel“ - nur an geeignete Personen weitergeben. Schließlich sollen es die kleinen Hunde genauso gut mit ihren neuen „Adoptiveltern“ haben, wie unsere Hunde es mutmaßlich bei uns haben.

Ich habe die Worte „Eltern“, „Kinder“ und „Enkel“ bewusst gewählt. Nein, ich bin kein Spinner, der glaubt, dass Hunde kleine Menschen oder gar Kinder sind! Hunde sind und bleiben eines: Hunde!

Aber die Bezeichnung, die ich mir selber gebe, in Bezug auf das Verhältnis zu meinen Hunden ist: „Papa“

Warum tue ich das?

Weil es das ideale Verhältnis, daß ein Mensch mit seinem Hund haben sollte, meines Erachtens am besten beschreibt!

Was soll die Bezeichnung „Herrl“ und „Frauerl“ ? Und was ist dann der Hund? Der Diener, Untergebene, Sklave??? Oder die Bezeichnung „Rudelführer“, der Hund ist dann der Gefolgsmann, Rudelmitglied oder Schütze Arsch im dritten Glied? Diese Bezeichnung wird nur von Menschen mit Minderwertigkeitskomplexen gewählt! Natürlich hat sich "Herrl" und "Frauerl" bei uns im Sprachgebrauch eingebürgert und kann ruhig beibehalten werden. Wollte nur einen kleinen Denkanstoss geben!

Nein, meiner Meinung nach kennzeichnet die Beschreibung eines Eltern- Kind Verhältnisses die Beziehung Mensch – Hund am besten! Den Hund liebt man, er ist Teil der Familie, er wird ernährt, er bekommt Spielzeug, er wird erzogen und er hält treu zu seinen Menschen. Wie in einer funktionierenden Familie.

So, nach dieser kleinen Einführung möchte ich ein paar Eckpunkte darlegen, die ein zukünftiger Welpenbesitzer erfüllen sollte:

  • Da der finnische Lapphund ein „Naturbursche/Mädel“ ist, sollte auch der dazu passende Mensch/Paar/Familie sehr naturverbunden sein und TÄGLICH bereit für einen Spaziergang/Wanderung sein! Zweimal tgl. für 1 Stunde wäre ideal. Welpen natürlich kürzer.
  • Der finnische Lapphund ist sehr selbständig und benötigt keine detaillierten Vorgaben. Er ist wesentlich weniger auf seinen Menschen fixiert wie zum Beispiel ein deutscher Schäferhund oder ein Mallinois. D.h. mit dem „Gehorchen“ und sofortigen „Ausführen von Befehlen“ hat er nicht so viel am Hut! Hier muß der zukünftige Besitzer Geduld und Rücksicht mitbringen. Sportarten wie „Unterordnung/Obedience“ fallen somit weg. Perfektionisten und i Tüpferl - Reiter scheiden somit aus! Sportarten wie Agility und Breitensport sind möglich (Vorsicht, nicht zu früh anfangen wegen des Knochenwachstums!)
  • Der finnische Lapphund ist das ideale Rudeltier! Somit ist er als Zweithund geeignet! Es kann aber später auch ein Hundekamerad folgen! Im Rudel zu leben, bereitet ihm Freude!
  • Er liebt es draussen zu sein. Nach langen Beratungen mit meiner Frau, kommen nur Bewerber mit Haus UND Garten in Frage. Oder ähnliches, zum Beispiel Bauernhof/Pferdehof usw.. Menschen die in der Stadt in einer Wohnung leben, scheiden leider aus.
  • Ob Single, Paar, Familie mit Kindern, Wohngemeinschaften usw. ist völlig egal. Hauptsache die Bewerber sind fähig und haben (beruflich bedingt) die Möglichkeit mit dem Hund tgl. zu gehen oder mit dem Rollstuhl spazieren zu fahren. Wichtig ist, daß der Hund nicht zu lange von seinem Menschen getrennt ist. Hier ist 4 Stunden tgl. die Obergrenze, die er alleine bleiben soll.
  • Wir „barfen“ unsere Hunde! Wobei unser Schwerpunkt auf der Gabe von Dosenfutter eines ganz speziellen deutschen Herstellers liegt, dessen Namen nur im persönlichen Gespräch mitgeteilt wird (aus rechtlichen Gründen). Den Rest beziehen wir über zwei örtliche Barf- Shops oder aus der Feinkostabteilung des regionalen Supermarktes. Sollte das Fleisch noch im Ganzen sein, wird es vor der Fütterung zurechtgeschnitten und gegebenenfalls mit vitaminreichen Zusatzbreis/Ölen vermischt. Natürlich kann man auch nur Trockenfutter geben. Davon ist auch noch keiner gestorben.
  • Jedenfalls bitten wir um telefonische oder elektronische Kontaktaufnahme des interessierten Käufers. Es wird dann ein baldiger Besuchstermin vereinbart und der Interessent (mit Anhang) sollte unbedingt zu uns kommen um sich die Welpen und unsere Elterntiere selber anzusehen. Es gilt: „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst! (first come, first serve )“. Es ist üblich sich Welpen reservieren zu lassen, hierfür muß allerdings eine Anzahlung entrichtet werden (in den ersten 6 Wochen).
  • Welpenabgabe frühestens in der 10.ten Woche. Üblicherweise bis zur 12 Woche.
  • Wir sind absolute Gegner der Frühkastration. Eine Kastration bei Hündinnen vor der 3. Läufigkeit und beim Rüden vor Vollendung des 2. Lebensjahres geht gar nicht! Dies muß uns der Welpenkäufer vertraglich bestätigen und wird von uns überprüft! Wir wissen um die Meinung von Tierärzten, einige sehen dies „locker“, und widersprechen hier absolut! Eine Frühkastration ist eine verhaltensbiologische Hinrichtung und wird von uns nicht toleriert!
  • Welpenkäufer, die später selber züchten wollen, sind uns absolut willkommen! Ist aber keine Voraussetzung.